Checkliste: Was muss bei Strom für Events bedacht werden?

Veröffentlicht am 6. Januar 2026 um 20:07

1. Grunddaten des Events klären

  • Art des Events

    • Konzert, Stadtfest, Messe, Hochzeit, Firmenfeier, Sportevent etc.

  • Datum, Uhrzeit, Dauer

    • Aufbau, Eventdauer, Abbau separat betrachten

  • Ort / Location

    • Indoor, Outdoor, Innenstadt, Park, Hinterhof, Zelt, Halle

  • Erwartete Personenzahl

2. Stromverbraucher erfassen

  • Bühne / Ton

    • Mischpult, Endstufen, Lautsprecher, Monitore

    • Mikrofone, Funktechnik, In-Ears

  • Licht

    • Bühnenlicht, Ambientebeleuchtung, Deko-Licht, Wegebeleuchtung

  • Video / Medien

    • Beamer, LED-Wände, Screens, Kameras, Streaming-Setup

  • Infrastruktur

    • Kasse, EC-Terminals, Router, WLAN, Kassen-PCs

  • Catering / Foodtrucks

    • Kühlgeräte, Kochgeräte, Warmhalteplatten, Kaffeemaschinen

  • Sonstiges

    • Fotobox, Ladebereiche, Backstage-Bereich, Bürocontainer


3. Leistungsbedarf berechnen

  • Leistungsaufnahme pro Gerät (Watt) aus Datenblatt / Typenschild

  • Gleichzeitige Nutzung einschätzen

    • Welche Verbraucher laufen dauerhaft?

    • Welche nur punktuell (z. B. Kaffeemaschine, Fotodrucker)?

  • Gesamtleistung pro Stromkreis planen

  • Energiebedarf über die Zeit kalkulieren (Watt × Stunden = Wh / kWh)


4. Verfügbarkeit von Netzstrom prüfen

  • Anzahl der verfügbaren Anschlusspunkte (CEE, Schuko etc.)

  • Absicherung der Stromkreise (Ampere, Sicherungsgrößen)

  • Entfernung zwischen Anschlusspunkten und Verbrauchern

  • Zuständigkeit klären

    • Location, Hausmeister, Stadtwerke, Veranstalter

  • Klare Zuordnung: Was läuft auf Netzstrom, was auf mobiler Versorgung?


5. Notwendigkeit mobiler Stromlösungen bewerten

  • Reicht vorhandener Netzstrom aus?

  • Ist die Location nur teilweise erschlossen (Hinterhof, Park, Zeltfläche)?

  • Gibt es sensible Bereiche, die besonders geschützt werden sollen?

    • Ton, Regie, Streaming, Kasse, sicherheitsrelevante Technik

  • Entscheidung:

    • Diesel/Benzin-Generator

    • Powerstations (z. B. EcoFlow)

    • Instagrid oder ähnliche Hochleistungs-Akkusysteme

    • Hybridmodelle (Netz + Akku / Netz + Generator + Akku)


6. Lärm, Emissionen & Auflagen berücksichtigen

  • Lärmschutz-Vorgaben (Innenstadt, Wohngebiet, Park)

  • Abgasproblematik bei Verbrennungsgeneratoren

  • Anforderungen von Behörden / Sicherheitskonzepten

  • Green-Event- oder Nachhaltigkeitsziele des Veranstalters

  • Vorteil von akkubasierten Lösungen (Powerstation/Instagrid):

    • leiser Betrieb

    • kein Abgas am Veranstaltungsort


7. Sicherheit & Kabelmanagement planen

  • Absicherung der Stromkreise (FI, LS, Verteiler)

  • Kabelwege planen:

    • keine Stolperfallen

    • Verwendung von Kabelbrücken

  • Schutz mobiler Energiesysteme (Powerstations, Verteiler) vor:

    • Witterung

    • Publikum

    • unbefugtem Zugriff

  • Notfallplan:

    • Verhalten bei Stromausfall

    • Kontaktpersonen vor Ort


8. Miet-Partner & Logistik organisieren

  • Bedarfsliste an Vermieter übergeben

    • Leistungsbedarf, Dauer, Aufbauzeiten, Location-Skizze

  • Angebot für:

    • Powerstations / Instagrid-Systeme

    • ggf. zusätzliche Verteiler, Kabel, Adapter

  • Anlieferung, Aufbau, Abholung planen

  • Regionale Partner berücksichtigen

    • z. B. Rentboks für Berlin & Brandenburg


9. Nach dem Event

  • Dokumentation des Verbrauchs (sofern möglich)

  • Bewertung: War die Dimensionierung passend?

  • Erkenntnisse für kommende Events festhalten

  • Optimierungsmöglichkeiten identifizieren (z. B. mehr Akku, weniger Generator, andere Verteilung)


Checkliste: Stromplanung für Drehs & Filmsets

1. Projekt- und Drehrahmen definieren

  • Art der Produktion

    • Spielfilm, Serie, Werbung, Social-Content, Doku, Musikvideo

  • Drehorte

    • Studio, Innenraum, Außenmotiv, Innenstadt, Naturkulisse

  • Tages- / Nacht-Dreh, Mischsituationen

  • Größe des Teams und der Gewerke vor Ort


2. Strombedarf nach Gewerken aufschlüsseln

  • Kamera / Bild

    • Kameras, Monitore, Video Village, DIT-Workstation, Recordings

  • Licht

    • LED-Panels, Scheinwerfer, Effektlicht, HMI (falls vorhanden)

  • Ton

    • Tonwagen, Recorder, Funkstrecken, Kopfhörer-Verteiler

  • Regie & Produktion

    • Regiemonitore, Laptops, Ladegeräte, Funktechnik

  • Unit Base & Maske/Garderobe

    • Licht, Spiegel, Heizungen, Kühlschrank, Bürogeräte

  • Zusätzliche Technik

    • Drohnen-Ladetechnik, Gimbal-Lader, Akkustationen


3. Lastprofile und Laufzeiten analysieren

  • Welche Verbraucher laufen dauerhaft?

    • Video Village, Ton, Regie, IT

  • Welche nur während Setup/Take?

    • bestimmte Lichter, Kamera-Setups

  • Welche sind hochlastig, aber kurz in Betrieb?

    • größere Scheinwerfer, bestimmte Effekte

  • Spezielle Anforderungen:

    • sensible Tonbereiche → möglichst leise Stromquelle

    • Innenräume → keine Abgasquellen im Raum


4. Bestehende Stromquellen checken

  • Location: vorhandener Netzstrom?

    • Anzahl, Typ und Absicherung der Anschlüsse

  • Entfernung von Stromquellen zu Set und Unit Base

  • Eignung für Licht vs. IT vs. Ton (getrennte Kreise)

  • Einschränkungen durch Location / Vermieter:

    • keine Generatoren im Hof?

    • keine lauten Aggregate?


5. Einsatz mobiler Systeme planen

  • Generator, Powerstation, Instagrid oder Kombination?

  • Einsatzbereiche für akkubasierte Systeme:

    • Ton (sauber und leise)

    • Video Village / Regie

    • kleinere Licht-Setups / Interviewsets

    • sensible Innenräume / enge Höfe

  • Einsatzbereiche für Generator (wenn nötig):

    • größere Lichtpakete

    • hohe Dauerlasten


6. Green Producing & Nachhaltigkeit einbinden

  • Zielvorgaben der Produktion (CO₂-Reduktion, Green-Producing-Standards)

  • Potenzial zur Reduktion von Generatorlaufzeiten durch Powerstations / Instagrid

  • Dokumentation der eingesparten Verbrennerstunden

  • Info für Auftraggeber / Sender / Kunden:

    • Stromkonzept als Teil des Nachhaltigkeitsberichts


7. Sicherheit, Wegeführung & Handling

  • Verteilung der Stromkreise nach Gewerken

  • Kabelwege planen und sichern (Kabelbrücken, Markierungen)

  • Brandschutz bei Generatoren (Abstand, Feuerlöscher, Lüftung)

  • Schutz mobiler Akkusysteme vor:

    • Witterung

    • Stoß / Beschädigung

    • unbefugter Bedienung


8. Miet-Setup abstimmen

  • Stromplan an Vermieter übermitteln

    • z. B. Rentboks: Leistungsdiagramm, Standorte, Drehzeiten

  • Auswahl:

    • Powerstations (für Ton, Regie, IT, Lichtinseln)

    • Instagrid (für stärkere Lasten, Baustrom, Outdoor-Setups)

  • Anlieferung zum Motiv, ggf. Wechsel zwischen Motiven koordinieren

  • Option von Backup-Einheiten (Reservegeräte) prüfen


9. Am Set

  • Zuständigkeit für Stromkoordination eindeutig vergeben

  • Ladezyklen planen (tagsüber / nachts laden, Wechselgeräte bereitstellen)

  • Verbrauch während des Drehtags beobachten

  • Anpassungen vornehmen (z. B. Aufteilung von Lichtern auf mehrere Systeme)


10. Nach dem Dreh

  • Verbrauch und Systemdimensionierung auswerten

  • Lessons Learned festhalten

  • Potenzial für noch mehr Akku- statt Generatornutzung identifizieren

  • Datenbasis für kommende Produktionen verbessern


Checkliste: Backup-Strom für Serverraum & Agentur

1. Kritische Infrastruktur identifizieren

  • Server / Virtualisierungs-Hosts

  • Storage-Systeme / NAS / SAN

  • Netzwerk-Komponenten

    • Switches, Router, Firewall, VPN-Gateways

  • Kommunikationssysteme

    • VoIP, Konferenzsysteme, zentrale Tools

  • Geschäftskritische Arbeitsplätze

    • z. B. bestimmte Produktionsrechner, DIT-Systeme, Render-Nodes


2. Anforderungen an Verfügbarkeit definieren

  • Maximal tolerierbare Ausfallzeit (RTO)

    • Minuten, Stunden?

  • Notwendige Datenkonsistenz (RPO)

    • Wie viel Datenverlust wäre noch akzeptabel?

  • Priorität:

    • Muss alles weiterlaufen oder nur Kernsysteme?


3. Bestehende USV-Infrastruktur prüfen

  • Wie viele USV-Systeme sind vorhanden?

  • Wie lange überbrücken diese aktuell?

  • Welche Geräte hängen an welcher USV?

  • Zustand der Akkus (Alter, Wartungsstatus)?


4. Szenarien für Stromausfall durchspielen

  • Kurzfristige Unterbrechungen (Sekunden/Minuten):

    • USV-Puffer ausreichend?

  • Geplante Wartungsarbeiten (1–4 Stunden):

    • Netzabschaltung durch Vermieter / Netzbetreiber

  • Länger anhaltende Störungen (z. B. Baustelle im Viertel):

    • Wie lange sollen Systeme weiterlaufen?


5. Leistungs- und Energiebedarf ermitteln

  • Leistungsaufnahme (Watt) je:

    • Server

    • Storage

    • Netzwerk

    • kritische Arbeitsplätze

  • Summe der relevanten Dauerlast (Watt)

  • gewünschte Überbrückungszeit (Stunden)

  • Energiebedarf berechnen (W × h = Wh)

  • Sicherheitsreserve (z. B. ~20 %) einplanen


6. Rolle mobiler Powerstations definieren

  • Erweiterung der USV-Laufzeit durch:

    • Vorschalten einer Powerstation vor die USV

    • oder direkte Versorgung kritischer Systeme über Powerstation

  • Typische Einsatzfälle:

    • geplante Wartungsarbeiten

    • temporäre Einschränkungen der Gebäudeversorgung

    • Umzüge, Standortwechsel, Umbauten


7. Standort & Sicherheit der Backup-Stromlösung

  • Aufstellung im Serverraum / Technikraum / Nebenraum

    • trocken, gut belüftet, zugänglich

  • Kabelführung zum Rack / zu den Zielsystemen

  • Schutz vor mechanischer Beschädigung

  • Kein ungeplanter Zugriff Unbefugter


8. Mietoptionen prüfen

  • Entscheidung: Kauf vs. Miete

    • wie oft pro Jahr wird Backup-Strom wirklich benötigt?

    • lohnt dauerhafte Anschaffung?

  • Miete über regionale Anbieter wie Rentboks (Berlin & Brandenburg):

    • Powerstations in Medium/Large-Klasse für kleine Racks / Agentur-IT

    • ggf. größere Systeme für mehrere Racks oder ganze Etagen

  • Klärung:

    • Liefer- und Abholtermine

    • Testlauf vor dem eigentlichen Wartungsfenster


9. Tests & Probeläufe

  • Testbetrieb der Backup-Konfiguration vor dem Ernstfall:

    • Umschalten auf Powerstation

    • Laufzeit unter Real-Last prüfen

  • Dokumentierte Vorgehensweise erstellen:

    • Schrittfolge beim An- und Abschalten

    • Rollen und Verantwortlichkeiten im Team


10. Dokumentation & kontinuierliche Verbesserung

  • Strom- und Backup-Konzept schriftlich festhalten

  • Lessons Learned nach jedem Einsatz nachtragen

  • Kapazitäten ggf. an Wachstum der IT-Infrastruktur anpassen

  • Termin für nächste Überprüfung der Strategie (z. B. jährlich) definieren

 

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